Kennen wir das nicht alle? Wir nehmen uns so vieles vor, machen große Pläne, möchten alle Ideen bis gestern erledigt und verwirklicht haben.

Und dann kommt das Leben. Alles möchte Zeit von uns, dann sind da Freunde und Familie, Arbeit, Essen und irgendwann möchte man ja auch noch schlafen.

Das ist das beste Rezept für Enttäuschung und Niedergeschlagenheit. Aber das möchten wir doch am liebsten vermeiden, oder?

Ich hatte im Artikel „Jahresanfang“ bereits davon gesprochen, dass wir unsere Ziele realistisch und nicht zu groß halten, damit sie eben machbar bleiben. Es gibt doch nichts frustrierenderes als sich einen tollen Plan auszudenken und dann funktioniert es nicht.


Ziele

Unsere Ziele reflektieren unsere Träume. Sie halten uns vor Augen, worauf wir hinarbeiten. Sie helfen uns, unsere Pläne einzuhalten. Unsere Ziele sind das, was uns zu dem macht, was wir sind und sein wollen.

In meinem Fall zum Beispiel ist das große Ziel vom Schreiben leben zu können und irgendwann einen Verlag zu eröffnen.

Das sind eigentlich schon zwei große Ziele in meinem Leben. Als erstes möchte ich aber das Schreiben angehen. Doch selbst dort muss ich „Schreiben“ genauer definieren und dementsprechend die Pläne anpassen.

Vom Schreiben leben zu können, bedeutet bei mir, dass ich nicht nur Bücher schreibe, sondern auch blogge, übersetze und lektoriere. Das hat alles ebenfalls mit Schreiben zu tun und gehört für mich in ein Gesamtpaket. Das kann jede*r aber für sich selbst entscheiden.


Kleine Schritte

Hier kommt unsere Selbsteinschätzung ins Spiel. Wir kennen uns am besten und wissen, was wir schaffen können und was zu viel ist.

Wir brauchen einen genauen Plan. Wie viele Stunden können wir in einer Woche in unsere Ziele investieren? Was genau möchten wir in dieser Anzahl Stunden geschafft haben?

Das könnte bei mir zum Beispiel so aussehen:

Ich kann 20 Stunden pro Woche an meinen Zielen arbeiten. Ich möchte jeden Tag einen Artikel schreiben, einen Post für den Kalender vorbereiten, Social Media zwischendurch betreuen und an Kurzgeschichten für Patreon und die Website arbeiten. Für die Kurzgeschichten möchte ich mir eine bis zwei Stunden am Tag Zeit nehmen.

Nun kommt eben auch das Leben dazwischen und vielleicht schaffe ich diese 20 Stunden nicht. Vielleicht habe ich einen schlechten Tag und schaffe gerade nur so meinen Kalenderbeitrag.

Und wisst ihr was? Das ist völlig in Ordnung!

Wir sollten nicht in Panik und Stress verfallen, weil wir nicht genau das geschafft haben, was für diese Zeit ausgerechnet war. Einen Plan zu haben hilft sicherlich, aber eben auch nicht immer oder ausschließlich.

Bedenkt einfach, dass ihr voran kommt. Es ist egal wie schnell oder langsam ihr vorwärts geht, die Hauptsache ist, dass ihr Fortschritte macht. Und dann wird es vielleicht nicht immer bei kleinen Schritten bleiben. Irgendwann haben wir den Dreh raus und schaffen mehr. Aber bis dahin ist alles gut so, wie es jetzt eben ist.


Wie seht ihr das? Könnt ihr euch für den Moment auch mit kleinen Schritten abfinden?

Kategorien: Leben

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